In den ganzen Jahren des Kopf-Chaos' hab ich mir auch meine Strategien erarbeitet um Struktur in mein Leben zu bringen.
MIr ist dabei enorm wichtig, daß alles seinen festen Platz im Haus hat. Da ich alleine lebe ist das relativ gut einzuhalten. Problem ist nur, wenn ich mich nicht entscheiden kann, wo etwas hingehört, oder nicht genügend Platz vorhanden ist. Aber im allgemeinen ist alles an einem bestimmten Ort zu finden.
Wie in einem Kaufhaus hab ich eben so meine "Abteilungen", die ich relativ streng einhalte.
So weiß ich in meinem Büroschrank genau, was ich wo finde, und beim wegräumen von Dingen wird alles direkt ins richtige Fach gelegt.
Dinge die ich mitnehmen muß wenn ich das Haus verlasse lege ich im Flur auf den Heizkörper oder direkt ins Auto. Mein Blick geht inzwischen automatisch zur Heizung wenn ich raus gehe.
Beim reinkommen wird der Schlüssel (meistens jedenfalls) direkt von innen ins Schloß gesteckt. Geldbörse und Handy bleiben in der Jacke oder werden im Wohnzimmer neben das Telefon gelegt - auch dorthin schaue ich üblicherweise, bevor ich aus dem Haus gehe, da kann ich auch gleich den AB einschalten.
Für anfallende Erledigungen, die ich auf einen Tag oder eine Woche festlegen muß, habe ich einen Wochenplaner im Wohnzimmer liegen. Also diese Kalender wo man eine ganze Woche vor sich sieht.
Sobald ein Termin festgelegt wird oder mir etwas einfällt mache ich mir dort eine Notiz.
Wenn mir unterwegs etwas einfällt kommt eine Erinnerung ins Handy.
Außerdem habe ich mir (für daheim) eine Mappe mit mehreren Fächern zugelegt, die entsprechend beschriftet sind. "Offene Rechnungen", "Ablage", "zu erledigen", "buchen" usw...
Die wird (im Idealfall) täglich durchgearbeitet, und allein daß die Papiere schon mal in die entsprechenden Rubriken sortiert sind erleichtert es mir, mich auch tatsächlich damit zu befassen.
Wichtig um den Überblick zu behalten ist für mich auch die "e-mail Hygiene".

Mails, auf die geantwortet habe, werden direkt gelöscht. Wichtige Dinge diei ich aufbewahren muß kommen in entsprechende Ordner.
Im Posteingang hab ich somit nur Mails, auf die ich noch in irgendeiner Form reagieren oder etwas erledigen muß. Es ist für mich sozusagen eine Art Wiedervorlage.
So hab ich z.B. die Benachrichtigungen über ebay Käufe und Verkäufe so lange dort drin, bis ich die Ware bekommen oder versendet habe.
Dann wandern sie in einen entsprechenden Ordner, und wenn nach Erhalt/Lieferung alles ok ist werden sie direkt gelöscht.
Die einzelnen Ordner werden auch regelmäßig durchforstet, ob die Nachrichten inzwischen überholt sind und gelöscht werden können.
Auch nicht-virtuelle Dinge überarbeite ich ständig, schaue, ob ich nicht wieder etwas loswerden muß/möchte. Zu viel Dinge sind für mich einfach nur Ballast, der mich nervös und jeck macht.
Und was für mich noch sehr wichtig ist: ich teile mir meine Zeit ganz anders ein. Lieber sage ich eine Verabredung ab, als mich zu zerreißen und zu stressen. Für mich sind irgendwelche Feiern oder Zusammenkünfte mit mehreren Leuten eh eher Streß als Freude.
Und wenn ich es einrichten kann plane ich nicht mehr als zwei, max. drei Termin in einer Woche ein, sondern verteile das großzügig.
Alles andere setzt mich nur unter Druck und führt zu sofortiger Überforderung.
Liebe Grüße
Versatile