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ADS ADHS Erwachsene: Medikamente
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente

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Alt 3.Februar 2010, 11:41   #1
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Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Hallo an alle "Erfahrenen":

gibt es eine Webseite oder gar hier im Forum eine Auflistung der verschiedenen Methylphenidat-Darreichungsformen (z.B. retardiertes M.; Methylphenidat SR oder LA etc.) mit Vor- bzw. Nachteilen etcpp.

Wer wird mit Amphetamin-(Saft) behandelt mit welchen Vor- bzw. Nachteilen gegenüber MPH?

Bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß von pingpong
pingpong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 5.Februar 2010, 00:45   #2
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Forum-Beiträge: 261
AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Hallo habe ich meine Frage so eigenartig gestellt, dass keiner antworten konnte oder wollte?

Ich versuchs nochmal:

bei den nicht -retardierten MPH 10mg gibt es doch verschiedene Firmen, die dieses herstellen.

die Preise schwanken von ca. 19€ -> ca.27€ pro 50 Tbl.

gibt es da Wirkungsunterschiede ?
pingpong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 5.Februar 2010, 01:10   #3
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AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Na,

herrscht hier die Ungeduld?

Bei nicht-retardiertem Methyphenidat werden zwar gelegentlich angebliche Wirkungsunterschiede, vor allem bezüglich der Dauer der Wirkung, beschrieben, was sich aber meiner Kenntnis nach bis dato an keinem entsprechenden Studienergebnis fest machen lässt.

Hierbei treten dann wohl eher Placebo- und Nocebo-Effekte in Kraft oder die Rahmenbedingungen der Einnahme über den Zeitpunkt eines Präparate-Wechsels sind nicht ausreichend konstant.

Zu nennen wären hier beispielsweise ein geänderter oder unstrukturierter Tagesablauf, unterschiedliche Nahrung, wie auch Zeitpunkte der Nahrungsaufnahme sowie variierende Trinkmengen.

Bei den retardierten Methylphenidat-Präparaten dagegen sind die Unterschiede in verschiedenen Bereichen (Wirkdauer, Tagesverlauf des Wirkstoffspiegels, "Rebound"-Effekte usw.) logischerweise enorm, da sich die Galenik der entsprechenden Präparate signifikant unterscheidet.

Positiv oder negativ bewerten kann man die Eigenschaften der verschiedenen Präparate aber kaum., sondern es kommt darauf an, wie man individuell mit einem bestimmten Medikament zurecht kommt.

Zwar hat zum Beispiel Concerta laut entsprechenden Erhebungen meist die längste, spürbare Wirkdauer, jedoch ist Concerta einstmals für die Anwendung bei Schul-Kindern und deren spezielle Bedürfnisse entwickelt worden und zeigt daher gegen Mittag eine zweite Spitze im Tagesverlauf der Wirkstofffreisetzung, die dazu gedacht ist, das Lernen nach der Schule und die Erledigung der Hausaufgaben positiv zu unterstützen.

Derzeit auf dem (deutschen) Mark befinden sich an Methylphenidat-Retardpräparaten

Concerta
Medikinet Retard
Ritalin SR
Ritalin LA
Equasym retard

die alle unterschiedliche Freisetzungsscharakteristika besitzen und für den einen mehr und für den anderen weniiger geeignet sind.

Eine Bilanz in der Art ziehen, dass eines davon "besser" und eines "schlechter" ist, kann man aber nicht, da das, wie gesagt, vom individuellen Einzelfall abhängt.

Amphetamin (-Saft) wird in Deutschland zum Glück gerade bei Erwachsenen kaum verschrieben, denn die Art der Wirkung unterschiedet sich von Methylphenidat signifikant.

Es tritt beispielsweise unter Amphetamin eine euphorisierende Komponente zu Tage, die die Entwicklung einer Sucht, sowie eine eigenmächtige Dosissteigerung auch bei ADS / ADHS-Betroffenen zu fördern scheint.

Außerdem ist bei "echtem" Amphetamin das Risiko zur Ausbildung von schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie auch Entwicklungen in Richtung psychotischer Ereignisse oder sogar klinisch diagnostizierbaren Psychosen (vorrangig mit Ausbildung von Angst, Wahn und (v.a taktilen) Halluzinationen) nicht ausgeschlossen.

Falls noch Fragen, dann bitte fragen.


Liebe Grüße,
Alex
Alex ist offline   Mit Zitat antworten
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Alex für den nützlichen Beitrag:
bluetomcat ( 5.Februar 2010), Kathy ( 5.Februar 2010), petraengel01 ( 5.Februar 2010)
Alt 5.Februar 2010, 08:38   #4
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Forum-Beiträge: 261
AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Hallo Alex,

klar bin ich ungeduldig bzw. mein Name=Ungeduld

Ich habe heute einen Termin bei meinem "Hausarzt", der jetzt - nach Erhalt meines Testergebnisses - wohl bereit ist, mir MPH zu verschreiben.

Da er sich mit MPH respektive den verscheidenen Generika nicht wirklich auskennt, ist es gut, wenn ich ihm schonmal "vorschreiben" kann was er aufschreiben soll.

Von anderen Medikamenten weiß ich, dass es doch immer mal wieder Wirk-Unterschiede zwischen dem Original und den Generika gibt.

Aber bevor ich nun mit der Therapie beginne, wollte ich aus 1. Hand wissen, ob dies bei (unretardiertem) MPH auch der Fall ist und sich ggf. eine Preisdifferenz (von fast 10€/50Tbl) zu zahlen doch lohnt.

Also : Danke für Deine ausführliche Nachricht!

Liebe Grüße

von pingpong

Geändert von pingpong ( 5.Februar 2010 um 09:21 Uhr)
pingpong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 8.Februar 2010, 16:01   #5
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Forum-Beiträge: 159
AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Guck mal hier stehen die Zusammensetzungen von Methylphenidat-Präparaten. Retard und Unretardierte. Bei den Nicht-retardierten sind die Zusammensetzungen nicht so unterschiedlich. Und das wichtigste ist der Inhaltsstoff -> Methylphenidat. Alles was sonst noch drin ist, dient dazu dass überhaupt ne Tablette schlucken kannst. Hast mal 10mg abgewogen? Das ist nicht viel! Die Inhaltsstoffe haben bei einem Unretardierten Produkt nicht soviel Einfluss. Sie sollen sich einfach schnell auflösen und den Wirkstoff freigeben. Ich denk das tun alle Präparate. Die Galenik ist bei den Retard-Präparaten wichtiger!
__________________
Wer morgens zerknittert ist,
hat tagsüber viele Entfaltungsmöglichkeiten
GoodN8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 8.Februar 2010, 17:33   #6
Zausevogel
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Forum-Beiträge: n/a
AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Zitat:
Alex schreibt: Beitrag anzeigen
Bei nicht-retardiertem Methyphenidat werden zwar gelegentlich angebliche Wirkungsunterschiede, vor allem bezüglich der Dauer der Wirkung, beschrieben, was sich aber meiner Kenntnis nach bis dato an keinem entsprechenden Studienergebnis fest machen lässt.

Hierbei treten dann wohl eher Placebo- und Nocebo-Effekte in Kraft oder die Rahmenbedingungen der Einnahme über den Zeitpunkt eines Präparate-Wechsels sind nicht ausreichend konstant.
Die "angeblichen" Wirkungsunterschiede sind sehr gut durch die realen Erfahrungen vieler Menschen belegt.

Es hat sich mal in einem anderen Forum jemand die Mühe gemacht, Beschreibungen über die "Anmutung" der unterschiedlichen Präparate zu sammeln. Das war sehr aufschlussreich, weil es ganz eindeutig typische Wirkungsbeschreibungen bzw. Eigenschaftszuweisungen für die verschiedenen Präparate gab.

Eine ganz typische Erfahrung bei Kindern ist es, dass Präparatewechsel ganz erstaunliche Wirkungsunterschiede auslösen können. Eine Zeitlang gab es deswegen in der Praxis die Faustregel, es erst einmal mit Ritalin zu versuchen, weil das die meisten vertragen, und danach die billigeren Produkte auszuprobieren.

Für mich würde ich sagen, dass ich z.B. Medikinet und Equasym anhand ihrer Wirkung gut unterscheiden kann.

Dass es dazu keine Studien gibt, ist kein tragfähiges Argument, um diese Unterschiede als Nonsens hinzustellen. Es gibt vieles in der Realität, wozu es keine Studien gibt .

Zuerst einmal ist es ein schlichtes Dogma, dass allein der Wirkstoff entscheidend sei und das dies Regel gilt: gleicher Wirkstoff, gleiche Wirkung. Dies Dogma existiert wohl, weil es die Verschreibung des billigsten Präparates auf dem Markt erleichtert.

Bekannt ist aber, dass es praktisch für die gesamte Medikamentenpalette Beispiele gibt, dass bei unterschiedlichen Menschen gleiche Wirkstoffe in unterschiedlichen Herstellungen unterschiedlich wirken.

Ich z.B. vertrage Lansoprazol besser von ratiopharm, bei dem von Hexal habe ich mit heftigen Nebenwirkungen zu kämpfen. Bei anderen Leuten ist es genau anders herum.

FG Zausevogel
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Alt 8.Februar 2010, 18:30   #7
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AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Hallo GoodN8,

erstmal vielen Dank für die Verlinkung der Aufstelleung der Medikamente.

Dass es "offiziell" zwischen den Originalpräperaten und den Generika keine Unterschiede geben soll ist mir bekannt.
Dennoch weiß ich aus Erfahrung, dass es bei einigen Medikamenten - insbesondere bei Kindern - sehr wohl auch objektiv nachvollzeihbare Wirkunterschiede gibt, abhängig von der Galenik.
Deshalb lautete meine Frage auch "aus 1. Hand"= Erfahrung von Betroffenen ..


Hallo Zausevogel,

danke für Deine Rückmeldung. Kannst Du mir ev. die Seite verlinken auf der sich mal in einem anderen Forum jemand die Mühe gemacht, Beschreibungen über die "Anmutung" der unterschiedlichen Präparate zu sammeln.
Oder wenn das nicht erlaubt ist mir ne PN dazu schicken.

Danke!

Gruß pingpong
pingpong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 8.Februar 2010, 23:02   #8
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Meine Stimmung:
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Forum-Beiträge: 164
AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

....aber hallo...

@Zuhausevogel... hast Du genau gesehen, was Du kritisierst. Du zitierst Alex, ja sogar!!!

Nichts aufgefallen???

Auch hier gilt wieder einmal:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Zur Info nochmal:
nicht retardierte WS-Freisetzung:
Ritalin, MPH-Hexal, MethylpheniTAD, Medikinet, usw...
Retard-Präparate sind immer speziell deklariert
Concerta, Equasym Retard, Medikinet retard, Ritalin SR, Ritalin LA

Schnurri
__________________
... denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben... (Hesse)
bluetomcat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 8.Februar 2010, 23:30   #9
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Forum-Beiträge: 261
AW: Frage: Methylphenidat - verschiedene Darreichungsformen

Äämmm, bluetomcat..

ich glaube, ich sitze gerade auf dem Schlauch . kannst Du mir mal genau erklären was Du meinst

Gruß pingpong

Zitat:
bluetomcat schreibt: Beitrag anzeigen
....aber hallo...

@Zuhausevogel... hast Du genau gesehen, was Du kritisierst. Du zitierst Alex, ja sogar!!!

Nichts aufgefallen???

Auch hier gilt wieder einmal:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Zur Info nochmal:
nicht retardierte WS-Freisetzung:
Ritalin, MPH-Hexal, MethylpheniTAD, Medikinet, usw...
Retard-Präparate sind immer speziell deklariert
Concerta, Equasym Retard, Medikinet retard, Ritalin SR, Ritalin LA

Schnurri
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