Hallo Alex,
vielen Dank für deine Antwort!!
Also das
Ritalin nehme ich alle 2 Std. (d.h. 8/10/12/14/16 Uhr)
Nein, ein Retardpräparat hatte ich noch nie...
...bin noch ein ziemlicher "Anfänger" mit
Ritalin - Ich nehme es erst seit August, weil ich (leider!!!) den propagierten populistischen Medienberichten bzgl.
Ritalin & Co "auf den Leim" gegangen bin und einfach zu viel Angst davor hatte...
...im Nachhinein: DOOF - aber das ist nun mal passiert.
Leider hat mein Psychiater auch eine sehr skeptische Einstellung zu
MPH, obwohl er es mir schon vor 5 Jahren!! vorschlug. So kam es dazu, dass ich mich erst vor kurzem "getraut" habe es zu versuchen.
Das
Bupropion habe ich vor
MPH schon 2 x längere Zeit (jeweils ungefähr 6 Monate genommen), aber mit
Ritalin ist mir aufgefallen, dass mir das
Bupropion die so lang ersehnte innere Ruhe, die ich nun durch
Ritalin habe (und davor nicht einmal kannte), wieder "genommen" hat. Deswegen habe ich es nach 4 Wochen wieder abgesetzt.
Bezüglich
Seroquel gebe ich dir 100%ig recht. Es ist wirklich eine sehr ungewöhliche Dosierung. Aber es ist definitiv kein Placebo-Effekt. Ich kann ca. 60 min nach der Einnahme nicht einmal mehr richtig stehen.
Warum das so ist, kann ich nicht beantworten. Aber eines steht fest: Ich spreche ungewöhnlich "gut" darauf an. Mit 100mg schlafe ich mindestens 13-14 Std. und bin auch nicht mehr wach zu kriegen.

Es "beamt" mich sozusagen weg...

...was ich allerdings als sehr angenehm empfinde.
Aber was mich jetzt daran beunruhigt, ist genau der Punkt, den du auch angesprochen hast: Ob
Seroquel das Dopamin ProbIem nicht noch zusätzlich verstärkt. Genau darauf habe ich meinen Psychiater auch angesprochen und bekam keine richtige Antwort zurück. (Nur so ein Gestammel wie: "so einfach kann man das auch nicht sagen"). Dass mich diese Antwort nicht wirklich befriedigt hat, kannst du dir denken

. Kennst du diesbezüglich irgendwelche Literaturtipps (Studien od. ähnl.)?? Dazu steht nicht einmal im Kompendium für Psychopharmakologie irgendetwas nützliches drinnen (sogar da habe ich versucht micht "durchzuackern").
Leider fehlt mir diesbezüglich auch zu viel Grundlagenwissen, um echte "Schlüsse" aus den "bekannten" Einzel-Fakten ziehen zu können. Ich brauche quasi "vorgekaute" Zusammenhänge zwischen
Neuroleptika und ADHS.

(Google hat mir da leider auch nicht weiterhelfen können *gg*)
Zu
Seroquel habe ich quasi eine "Hass-Liebe" (ich nehme es schon seit 6 Jahren): Einerseits hilft es mir gewaltig - andererseits habe ich es im Verdacht, dass es meine Symptomatik nur "verschlimmbessert".
Deswegen suche ich jetzt auch so verzweifelt nach andern "Lösungsvorschlägen"...
...von meinem Arzt kommt einfach nichts "Konstruktives" mehr. (
Strattera hat er beispielsweise noch nie mit einem Wort erwähnt).
Ich befüchte leider, dass ich nicht "nur" unter einer reaktiven Depression leide, da ich diese Stimmungsschwankungen auch ohne jeglichen "Auslöser" bekomme, d.h. auch eine ziemlich "endogene" Komponente dabei ist. (Obwohl das heutzutage - soweit ich weiß - nicht mehr so strikt getrennt wird).
Auch was die "Psychotherapie" anbelangt hast du wahrscheinlich recht, nur kann ich mich kaum mehr dazu aufraffen. Ich habe schon einige sinnlose Therapieversuche hinter mir... - ...und das "Vertrauen" in einen Therapieerfolg fehlt mir zur Zeit vollkommen. (Bitte denk jetzt nicht gleich, dass es mit mir "sinnlos" ist,.. - ...vielleicht kommt ja der "Wille" dazu bei mir wieder... - ...nur im Moment ist er einfach nicht da.)
Wobei ich noch dazu anmerken muss, dass mein Psychiater auch Psychotherapeut ist und sich ungewöhnlich viel Zeit für mich nimmt. Das ist für mich auch der Grund warum ich den Arzt nicht wechseln möchte, obwohl er mir momentan medikamentös nicht besonders weiterhilft. Er war in den letzten 6 Jahren immer in Notsituationen für mich da und hat mir auch "praktische Lebenshilfe" i. S. von "coaching" gegeben - das ist leider bei den reinen "Psychotherapeuten" absolutes Tabu (nur brauche ich das manchmal wirklich).
lg pocoloco